Ein Jahrzehnt der Niedrigzinsen hat Schweizer Anleger über CHF 40 Milliarden gekostet

Seit dem Jahr 2008 befindet sich der durchschnittliche Sparzins in der Schweiz im Sinkflug und hat zuletzt mit 0,09 Prozent seinen Tiefpunkt erreicht. Eine neue Studie des Anlegerportals savedo.ch zeigt nun zum ersten Mal, wie hoch der Zinsausfall für Schweizer Sparer tatsächlich ist. So sind den Schweizern seit dem Jahr 2008 Zinseinnahmen von über CHF 40 Milliarden entgangen. Trotz der seit Jahren sinkenden Zinsen häufen die Schweizer dabei immer mehr Vermögen auf nahezu unverzinsten Einlagenkonten an. Im Dezember 2019 betrug das Pro-Kopf-Einlagenvolumen in der Schweiz knapp CHF 100'000. Trotz des deutlich gewachsenen Sparvolumens erhalten die Schweizer immer weniger für ihr Geld. Jeder Schweizer erwirtschaftete im Jahr 2019 einen Zinsertrag von weniger als CHF 100. Im Jahr 2008 waren es noch CHF 740.

„Zentralbanken rund um den Globus haben jüngst ihre Schleusen deutlich weiter geöffnet. Sparer müssen sich darauf einstellen, dass das Niedrigzinsumfeld weiter anhalten wird“, sagt Thomas von Hohenhau, Geschäftsführer von savedo.ch. „Hinter uns liegt bereits ein Jahrzehnt jenseits der Norm. Der Niedrigzins hat ein tiefes Loch in die Taschen der Schweizer gerissen. Ihr Einlagenvermögen steigt trotzdem Jahr für Jahr, obwohl die Rendite schon lange nicht mehr stimmt. Viele Banken sind sogar dazu übergegangen, negative Zinsen zu berechnen.“

Immer mehr Geld auf nahezu unverzinsten Konten

Tatsächlich ist in den vergangenen zehn Jahren das Volumen auf Schweizer Einlagenkonten um 42 Prozent gestiegen, wie die Studie von savedo.ch zeigt. In Summe liegen so CHF 840 Milliarden auf nahezu unverzinsten Schweizer Einlagenkonten.

Betrachtet man die Zinsen und Anlagebeträge für die verschiedenen Laufzeiten in der oberen Tabelle, ergibt sich für Anleger ein Durchschnittszins von 0,97 Prozent. Unter der Annahme, dass das Zinsniveau konstant bleibt, können Anleger langfristig gesehen bei allen drei Teilbeträgen von den Zinsen der längsten Laufzeit profitieren. Für den Fall, dass sich das Zinsniveau ändert, sollte dies hingegen bei der nächsten Wiederanlage berücksichtigt werden.

Doch nicht nur der rechnerische Zinsausfall im Vergleich zum Vor-Krisen-Zinsniveau ist dramatisch. Denn da seit Januar 2017 der Sparzins meist unterhalb der Inflationsrate lag, ist der erwirtschaftete Realzins gar negativ. Dies allein hat in der Schweiz bereits CHF 12 Milliarden an Vermögenswert vernichtet, rund CHF 1‘400 pro Kopf.

„Die Sparer müssen umdenken und gezielt nach Chancen suchen. Bieten die Banken selbst keine attraktiven Anlagemöglichkeiten an, ist es sinnvoll, stattdessen die deutlich höher verzinsten Angebote auf Zinsportalen zu nutzen", sagt Thomas von Hohenhau. „Über savedo.ch erhält jeder Schweizer bereits heute Zugang zu marktführenden Zinsen bei in- und ausländischen Banken – und kann dafür sicher und bequem ein Schweizer Bankkonto nutzen.“

Die vollständige Studie zum kostenlosen Download finden Sie hier: